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„Schmerz(psycho)therapie – kontrovers?!“

vom Montag, 13. Mai 2019
Fachgebiet: Sonstige
„Schmerz(psycho)therapie – kontrovers?!“

21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und
-forschung am 17. und 18. Mai 2019 an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Wie digital kann, soll oder gar muss die Schmerztherapie bzw. Schmerzpsychotherapie werden? Welche Therapie eignet sich für welche Patientinnen und Patienten? In Zeiten von Evidenzbasierung und Ökonomisierung im Gesundheitswesen gewinnt das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlich belegten Erkenntnissen, praktischem Nutzen und klinischem Entscheiden an Bedeutung. Mit ihren Anfängen in den 1970er-Jahren hat die Schmerz(psycho)therapie inzwischen eine beachtliche Tradition, stellt aber die wissenschaftlichen Erkenntnisse immer wieder neu auf den Prüfstand und passt sich den stetig neuen Anforderungen und geänderten Rahmenbedingungen an. Auf der 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF) stehen verschiedene, bisweilen kontrovers diskutierte Fragen und Entwicklungen rund um die Schmerzpsychotherapie und Schmerztherapie im Fokus. Die DGPSF-Tagung unter dem Motto „Schmerz(psycho)therapie – kontrovers?!“ findet am 17. und 18. Mai 2019 an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) statt.

Die Psychologischen Schmerztherapeutinnen und Schmerztherapeuten, Psychologinnen und Psychologen sowie Schmerzwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler beschäftigen sich auf der Jahrestagung beispielsweise mit der weiteren Entwicklung von kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlungsansätzen bei Schmerz, aber auch mit der Rolle von E-Health-Angeboten. Dieses Thema soll im Rahmen einer Podiumsdiskussion aus der Perspektive von E-Health-Expertinnen und -Experten, Krankenkassen sowie Patientinnen und Patienten kritisch erörtert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung wird die multimodale Schmerz(psycho)therapie zwischen Anspruch und Wirklichkeit sein. Der Ansatz der multimodalen Schmerztherapie geht von einer kombinierten Schmerzbehandlung aus, die eine interdisziplinäre (psychiatrische, psychosomatische oder psychologische) Behandlung von Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzzuständen umfasst. Zudem sollen die Breite von psychotherapeutischen Ansätzen in der Schmerztherapie sowie die Vielfalt der Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Schmerzerkrankungen oder auch kulturellem Hintergrund beleuchtet werden.

In ihrem Festvortrag widmet sich Prof. Amanda de Williams, London, UK dem Thema der psychologischen Schmerztherapie und ihrer weiteren Entwicklung. Prof. Dr. Harald Baumeister, Ulm, greift in seinem Festvortrag das Thema „Online-gestützte Schmerztherapie“ auf. Neben verschiedenen Symposien werden Workshops zu Themen der therapeutischen Weiterbildung angeboten; aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse werden als Posterpräsentationen vorgestellt. Ein besonderes Highlight ist die Vergabe von zwei Nachwuchspreisen für wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Schmerzpsychotherapie und -forschung in der Kategorie „Abschlussarbeiten“ sowie der Kategorie „Dissertation“.

Termin

21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und
-forschung am 17. und 18. Mai 2019 (Auftakt am 17. Mai um 10.30 Uhr)
Veranstaltungsort: Aula, Universitätshauptgebäude, Ludwigsplatz 23, 35390 Gießen
Tagungsbüro: Eingangshalle im Universitätshauptgebäude

 

Pressemeldung vom 10. Mai 2019, Charlotte Brückner-Ihl Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Justus-Liebig-Universität Gießen

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